Selbstfürsorge für pflegende Angehörige und warum sie so wichtig ist


Wer einen nahen Menschen pflegt, denkt oft zuerst an alle anderen.
Die eigenen Bedürfnisse rücken schnell in den Hintergrund.

Doch ohne Selbstfürsorge fehlt langfristig die Kraft, Pflege gut und gesund zu leisten.

Selbstfürsorge ist kein Egoismus.
Sie ist eine wichtige Voraussetzung, um körperlich und seelisch stabil zu bleiben.

Warum pflegende Angehörige besonders gefährdet sind

Pflegende Angehörige stehen häufig unter Dauerbelastung.
Emotionale Verantwortung, Zeitdruck und Sorgen wirken oft gleichzeitig.

Viele Betroffene berichten von:



  • ständiger Erschöpfung
  • schlechtem Gewissen bei Pausen
  • Schlafproblemen oder innerer Unruhe
  • dem Gefühl, immer funktionieren zu müssen

Ohne bewusste Gegenmaßnahmen kann diese Belastung zu Überforderung oder Burnout führen.



Selbstfürsorge beginnt mit Wahrnehmen statt Wegdrücken

Ein erster Schritt ist, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen.
Wer Warnsignale ignoriert, zahlt langfristig einen hohen Preis.

Achten Sie bewusst auf sich:


  • Wie fühlen Sie sich körperlich
  • Wie ist Ihre Stimmung im Alltag
  • Haben Sie noch Momente der Freude

Selbstfürsorge beginnt nicht mit großen Veränderungen, sondern mit ehrlicher Selbstbeobachtung.

Kleine Rituale mit großer Wirkung

Selbstfürsorge muss nicht kompliziert sein.
Schon kleine Rituale können helfen, neue Kraft zu schöpfen.

Bewährt haben sich zum Beispiel:



  • feste kurze Pausen am Tag
  • ein täglicher Spaziergang
  • ruhige Atemübungen
  • bewusste Auszeiten ohne Verpflichtungen

Wichtig ist nicht die Dauer, sondern die Regelmäßigkeit.

Schuldgefühle loslassen lernen

Viele pflegende Angehörige haben das Gefühl, nie genug zu tun.
Pausen werden oft von Schuldgefühlen begleitet.



Dabei gilt:
Wer gut für sich sorgt, sorgt auch besser für andere.

Erlauben Sie sich, Hilfe anzunehmen und Verantwortung zu teilen.
Pflege ist kein Einzelprojekt, sondern ein Prozess, der Unterstützung braucht.

Unterstützung annehmen und darüber sprechen

Selbstfürsorge bedeutet auch, nicht alles allein tragen zu wollen.
Gespräche mit vertrauten Menschen oder Fachstellen entlasten spürbar.

Hilfreich können sein:



  • Gespräche mit anderen Angehörigen
  • Beratungsangebote
  • Austausch mit Pflegekräften
  • professionelle Unterstützung bei Überlastung

Offen über Belastung zu sprechen, ist ein Zeichen von Stärke.

Unser Blick aus der Praxis bei Serowy

Bei Serowy erleben wir täglich, wie sehr pflegende Angehörige gefordert sind.
Deshalb begleiten wir nicht nur pflegerisch, sondern auch beratend.

Wir unterstützen Sie dabei:


  • Entlastungsmöglichkeiten zu erkennen
  • realistische Lösungen zu finden
  • Pflege so zu gestalten, dass sie auch für Sie tragbar bleibt

Denn gute Pflege braucht nicht nur Organisation, sondern auch gesunde Angehörige.


Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie merken, dass Ihnen die Kraft ausgeht.
Gemeinsam finden wir Wege, die entlasten.

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